Folgeverbundwerkzeuge — bis 10 Tonnen, aus Mittelsachsen
Wir fertigen Folgeverbundwerkzeuge bis 10 Tonnen Werkzeuggewicht in Oederan, Sachsen. Schwerpunkt sind Großformate und Spezialwerkzeuge — typische Beispiele sind Stahl-Bremsbelagträger für Schienenfahrzeuge, Windkraftanlagen und Industrieanwendungen. Konstruktion, Werkzeugbau und Erprobung laufen unter einem Dach, ISO-9001-zertifiziert.
Was ist ein Folgeverbundwerkzeug?
Ein Folgeverbundwerkzeug ist ein mehrstufiges Stanz- und Umformwerkzeug, das in einem einzigen Pressenhub mehrere Bearbeitungsschritte nacheinander ausführt. Das Blech läuft als Streifen durch das Werkzeug; an jeder Station wird gestanzt, geprägt, gebogen oder umgeformt. Am Ende der Stationenfolge wird das fertige Bauteil abgetrennt.
Der Vorteil gegenüber Einzelwerkzeugen: Eine einzige Presse erzeugt das Bauteil komplett. Keine Zwischenlagerung, kein Umspannen, keine Zwischenmaße zu kontrollieren. Das macht Folgeverbundwerkzeuge zur wirtschaftlichsten Lösung für Serien ab mehreren tausend Stück pro Jahr.
Unsere Spezialisierung
Wir konzentrieren uns nicht auf den Massenmarkt, sondern auf Werkzeuge, die andere nicht stemmen oder nicht stemmen wollen.
Großformate bis 10 Tonnen
Werkzeuggewichte bis 10 t und Werkzeuggrößen bis 2.500 × 1.500 mm gehören für uns zum Standardprogramm. Damit fertigen wir auch Bauteile, die für klassische Werkzeugmacher zu groß sind und für Großkonzerne zu klein.
Stahl-Bremsbelagträger
Bremsbelagträger aus Stahl für Schienenfahrzeuge, Windkraftanlagen und Industrieanwendungen sind ein Schwerpunkt. Wir fertigen das Werkzeug für den Stahl-Trägerteil — den eigentlichen Reibbelag stellen spezialisierte Belag-Hersteller her. Hohe Sicherheitsanforderungen, enge Toleranzen über die gesamte Lebensdauer.
Mehrstufige Spezialwerkzeuge
Bei komplexen Bauteilen mit vielen Umformschritten, ungewöhnlichen Materialkombinationen oder besonderen Toleranzanforderungen konstruieren wir das Werkzeug von der ersten Skizze bis zum erprobten Serienstand.
Wie funktioniert ein Folgeverbundwerkzeug?
Das Coil-Blech wird abgewickelt und in den ersten Werkzeugbereich eingeführt. Nach jedem Pressenhub transportiert eine präzise abgestimmte Vorschubeinrichtung den Streifen genau eine Stationsteilung weiter. An jeder Station passiert ein definierter Arbeitsschritt: lochen, schneiden, prägen, biegen, ziehen, kalibrieren — je nach Bauteil.
Auf dem sogenannten Streifenbild ist sichtbar, wie das Bauteil von der ersten bis zur letzten Stufe nach und nach Form annimmt. Erst am Ende wird das fertige Teil aus dem Reststreifen ausgetrennt. Diese Anordnung erlaubt eine vollautomatische Fertigung mit Ausbringungen von mehreren tausend Teilen pro Stunde — bei gleichbleibender Geometrie über Hunderttausende von Hüben.
Vorteile in der Serienfertigung
Wirtschaftlich ab mittleren Losgrößen
Ab einer bestimmten Jahresstückzahl ist ein Folgeverbundwerkzeug deutlich günstiger als Einzelfertigung mit mehreren Pressenstufen. Die genaue Grenze hängt von Bauteilgröße und Komplexität ab — wir rechnen sie in einer Machbarkeitsprüfung individuell durch.
Hohe Wiederholgenauigkeit
Stationen lassen sich einzeln warten, einstellen und nachschleifen. Das Werkzeug liefert auch nach Hunderttausenden Hüben Bauteile innerhalb der Toleranz.
Reduzierte Durchlaufzeit
Statt Bauteile zwischen mehreren Pressen und Bearbeitungsschritten zu transportieren, entsteht das fertige Teil in einem Durchgang. Das senkt Bestände, vereinfacht Qualitätssicherung und beschleunigt die Auslieferung.
Branchen und Anwendungen
Schienenverkehr
Stahl-Bremsbelagträger und Sicherheitskomponenten für Bahn, Tram und Güterverkehr. Hohe Anforderungen an Zugfestigkeit, Korrosionsbeständigkeit und Reproduzierbarkeit.
Windkraft
Stahl-Bremsbelagträger und Stanzteile für die Bremssysteme von Windkraftanlagen. Bauteile, die über Jahrzehnte zuverlässig funktionieren müssen.
Industrieanwendungen
Komponenten für Krane, Aufzüge, Förder- und Hebetechnik. Großformate und schwere Bauteile, oft mit individueller Konstruktion.
Haushaltsgeräte und Konsumgüter
Serienteile in größeren Losen mit konstanten Qualitätsanforderungen — ergänzende Branche zu unserem Industriefokus.
Warum BRAND als Hersteller
Seit 1992 in Oederan
Familienbetrieb seit 1992 im sächsischen Oederan. Über 30 Mitarbeiter, mehrere Auszubildende im Werkzeugmechaniker- und Zerspanungsmechaniker-Bereich.
Konstruktion und Werkzeugbau unter einem Dach
Eigene Konstruktionsabteilung mit SolidWorks 3D-CAD/CAM, direkt angebunden an die Fertigung. Keine Schnittstellenverluste, kurze Wege bei Änderungen.
ISO 9001 mit eigener Messtechnik
DIN EN ISO 9001 zertifiziert. Eigene 3D-Koordinatenmessmaschine, 5-Achs-Fräszentren, Senk- und Drahterodieren, CNC-Drehen und Schleifen — alles im eigenen Haus.
Kurze Reaktionszeit
Direkte Ansprechpartner, flache Hierarchie, schnelle Entscheidungen. Anfragen werden in der Regel innerhalb weniger Werktage beantwortet — auch zu Erstmustern und Prototypen.
Häufige Fragen
Was kostet ein Folgeverbundwerkzeug?
Je nach Größe, Stufenanzahl, Komplexität und Material rechnen wir mit 10.000 bis 150.000 Euro. Einfache, kompakte Werkzeuge starten am unteren Ende dieser Spanne; Großformat-Werkzeuge für Sicherheitsbauteile erreichen die Obergrenze. Eine konkrete Kalkulation erstellen wir nach einer kostenlosen Machbarkeitsprüfung.
Wie lange dauert die Herstellung?
Von der Konstruktion bis zum erprobten, serientauglichen Werkzeug rechnen wir mit 10 bis 20 Wochen. Wiederholteile und Modulwerkzeuge sind schneller, sehr komplexe Großformate brauchen die obere Hälfte dieser Spanne.
Bis zu welcher Werkzeuggröße können Sie fertigen?
Bis 10 Tonnen Werkzeuggewicht und Großformate bis 2.500 × 1.500 mm. Damit decken wir Bauteilgrößen ab, die viele klassische Werkzeugmacher ablehnen müssen.
Welche Materialien können Sie umformen?
Alle gängigen Stähle bis in hochfeste Güten, Edelstähle, Kupfer- und Aluminiumlegierungen. Bremsbelagträger fertigen wir ausschließlich aus Stahl — den eigentlichen Reibbelag stellen die spezialisierten Belag-Hersteller her; unser Werkzeug erzeugt nur den Stahl-Trägerteil.
Liefern Sie auch Erstmuster und Prototypen?
Ja. Erstmuster und Prototypen fertigen wir oft in Kombination mit der Werkzeug-Erprobung in unserem Haus — so kann der Kunde frühzeitig Geometrie und Funktion prüfen, bevor wir in die Serie gehen.
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